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Vierter Band.
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Porti» und Lobkowitz. 119

bi«se Vermählung gesprochen. Die Jesuiten haßten*f»i, denn alle seine Witzespfeile waren gegen sie ge-dichtet und schwerlich entging ihm irgend eine Bloßedes Ordens oder einzelner Mitglieder. — LeopoldsSchatz war beständig erschöpft; die Truppen aus Man-gel an Sold, plünderten oft die eignen Provinzen.Doch gab er den Jesuiten immerfort mit beyden Hän-de». Lobkowitz hintertrieb mehrere solche Spenden underlaubte sich insonderheit die bereits ausgefertigte Ur-kunde über die Schenkung der Grafschaft Glatz unddie Verpfändung der steyrischen Hauptstadt Gratz zuZerreißen. Das Volk liebte den immer frohliche>i/über-aus beredten, freygebigen Mann, aber Alles betrach-tete ihn als einen Nachtwandler am Rande des gichenAbsturzes. Die Art, wie er endlich siel, war einer derdielen traurigen Beweise, daß Leopolds herzliche Gut»'usithigkeit und anerkannte Gerechtigkcitsliebe, ja sei-^ persönliche Gunst, nur ein schwacher Damm warsiegen oftmahlige, weder der Würde noch dem Jnte-l ’ c lTe des Thrones zusagende Kabinctsjustiz, die vor-züglich in den ungarischen Geschäften unzuberechnendesUnheil stiftete.— Lobkowitz sah sich plötzlich fiy.Octo-bdr als er eben zum Kaiser fahren wollte, in

seinem Pallaste verhaftet, aller seiner Ämter undWürden entsetzt, mit dem Verboth, bey Lebensstra-te, nach der Ursache dieser außerordentlichen Behand-ju fragen!! Auf einem offenen Kallcsch, von"^eagonern umgeben, dem gaffenden Pöbel zur Schau,Marder beym rothen Thurm hinaus, nach Raudnitz^'geführt, dort durch einige Zeit strenge bewacht,

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