Band 
Vierter Band.
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,22 D i e Türkengefahr abgewendet durch

faffungswidrige Willkühr erlaubten und unter diesenUmstanden , (zumahl für die Protestanten) unter demtürkischen Regiment eben auch nicht viel mehrzu verlieren sey. Die Klagen waren zum Theil über-trieben, zum Theile leider gegründet; insonderheithatte der Jesuiten ungestüme Proselytenmachereyden Argwohn und den Unwillen der Akacholischen imhöchsten Grade aufgestachelt. Sie wußten wieder ihrenUmtrieben keine festere Grundlage zu unterlegen, alsdaß sie dem Kaiser die llberzeugung beybrachten: esseyen nur allein die Protestanten, die dem heilsamenEntwurf im Wege stünden, Ungarn in ein absolut - mo-narchisches Erdreich zu verwandeln. Der Druck erzeug-te Mißvergnügen, das Mißvergnügen Unruhe undgefährliche Zusammenkünfte. Mehrere Prediger ka-men in Haft, die Generale Souches und Kopp ließensich grausame Gewalt zu Schulden kommen und dieVersammlung der Großen in Wien (tC65), welcheviel: „von Ausrupfung der ungarischen Hoffarkhsfe-dern, von Einführung böhmischer Hosen, von Um-tauschung der goldnen und silbernen Knopfe in bleper-ne" hören mußte, machte sehr böses Blut. Die un-glückseligen Mißverständnisse gingen immer weiter undzuletzt wurde eine höchst gefährliche Verschwörung da-raus , deren Häupter fast alle R e i ch s w ü r d e n t r a-ger undgrößtentheilseifrige Katholiken waren!Um dem milden Kaiser Strenge aufzudringen, ge-brauchte man das alce Hausinittel, alle vierzehn Ta-ge eine neue Verschwörung auf die Bah» zubringen,-die oft nur im Gehirn der ehr- und habsüchtigen An-