Band 
Vierter Band.
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Montecueuli S Sieg beySt.Go t thard. 1 23

geber existirte oder aufvorlauten Äußerungen des Miß-vergnügens beruhte , das sie selber täglich zu steigerngeschäftig waren. Bald soltcen die Ungarn den Burg-brunnen vergiftet *) haben, wo sich am Ende ein tod-ter Hund, Truthahn und ein Paar Katzen gesunde»,— Zriny und Nadasdy hatten im Decemb.iü 66 den,seiner Braut, der spanischen Margarerhe, nach Schort-wien enlgegenreisenden Kaiser, durch 5vo Potrendor-ser Bauern im Walde auffangen und nach Kasza beyTrentsin unter Stephan TokolysObhurh liefern wollen.Da die spanische Linie Habsburgs auf dem 9 jährigen,äußerst schwächlichen Carl IJ. beruhte, Leopold abererst aus seiner dritten Ehe den Thronerben Joseph er-hielt, both sich verbrecherischen Anschlagen jeder Art,insonderheit dem gewissenlosen Ehrgeitz des französi-schen Ministeriums, allerdings ein weites Feld.

') Ein anderer wirklicher Dergiftungsversuch geschah durchWachskerzen (April lt)70> Der berühmte Adept Joseph StanzBorri, ein mavläudlscher Cdelmann, rettete Leopolde». DieJesuiten, die dieses große Talent, das sie gebildet, vergeb-lich zu gewinne» gesucht, hatten ihn aus keinem andern Grund,alt weil er Lurch Pohlc» nach Constantinopcl reisen wollre,als einen Emissär der misivergnügten Ungar» aiigegebcn.Deßhalb ward er in Schlesien verhaftet. Wie man ihn aberhalte, kam die Anschuldigung der Ketzerei), insonderheit deseiteln Wahns hervor, alle ReligionSgeheimmffe aus der Che-mie und Mathematik erklären zu wollen. Der Nuntius i»Wien begehrte seine Auslieferung. Leopold selbst, der mitThränen von ihm schied, erhielt nur, daß er im Falle seinerUnschuld, frey nach Wien oder Madrid sollte gehe», seinereiche Pension immer beziehen dürfe» und selbst im Fall erals Ketzer verurthcilt würde, ihm a» Leib und Leben kelii Un-heil wicdcrfahre» folle. Borri starb nach langen Jahren leid-licher Haft auf der Eiigclsburq.