Band 
Vierter Band.
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Die ungarischen Mißvergnügten. 128

Verraths, gab anderseits die Verschwörung i„ dieHände gemeiner Ehrgeiziger, von weit geringerer Po-pularität , von kaum mittelmäßigen Eigenschaften,vhne wohldurchdachten Plan, ohne Energie des Cha-rakters. — Wesseleny's fixe Idee war nur immer Ma-thias Corvin. Ihn warnten nicht der lange Bürger-krieg und das Türkenjoch, durch Zapolyas unseligeEhrsucht, ihn warnte nicht Rakoczys, nicht Kemenysblutiger AnSgang, nicht Apaffys endlose Erniedri-Sung. „Ein neues Wahlreich, für den Anfang untertürkischem und französischem Schutz, wo möglich engeBereinigung mit Pohlen zur dereinstigen Verjagungber Osmanen aus Ungarn und aus Europa," warsei» Plan. — llberwiegendes Talent ist im Hause^akoczy nie gewesen. Der junge Fürst Franz,Unbedeutend, leichtsinnig, weibisch, bald reformirt,bald katholisch, lüstern nach immer neuen Verwicklun-Sen, denen er nicht gewachsen war, dachte Fürst vonSiebenbürgen zu werden, sein Schwiegervater Pe-tci ' Zriny, Fürst von Ungarn. — Peter, Niklasens^nibev, bald keck, bald verzagt, nicht mit sich selber,"°ch minder mit Andern einig, hatte auch den Bru-btr seiner Gemahlinn, Franz Frangipani, Mark-Ztafe,, i„> Küstenlands, in die Verschwörung gezogen,dieser edelstolze, heftige Jüngling, von deutschen^ificieren schwer beleidigt und daher rachedursiig, inItalien gebildet und von den großen Rückerinnerun-griechischer und römischer Freyheit erhitzt, wardber, ihm neuvermählten, schönen und liebevollen-sulia de Naro vergeblich abgemahnt. Frangipani