i3o Die ungarischen Mißvergnügten.
und der von Heister in Arva belagerte Stephan T ö»köly, der furchtbarste aus allen. Seine Tochter muß-ten als Gefangene Marien Szetsi zu Wien Gesell«schast leisten. Sein Sohn, der schone und geistvolle/verliebte und ehrgeitzige, nachmahls zu so unseligerBerühmtheit gelangte EmmerichToköly floh nachSiebenbürgen, von dort die unbegreifliche Unthätig«feit der Türken anfeuernd, die von diese» Bewegun-gen eben so wenig Vortheil zogen, als von jenen desSojahrigen und des französischen Krieges.
Die zu Wien niedergesetzte, außerordentlicheCommission bestand aus Richtern von beyden Reli-gionstheilen , ein Ungar aber war nicht darunter.Man gab den Gefangenen die zwey berühmtestenWiener Advokaten, Johann Eylers und Adam IgnatzStrella zu Vertheidigern. Die Acten wurden demReichskammergericht zu Speyer, den Universitäten zuJngolstadt, Tübingen und Leipzig zugesendet, diedie Hochverrather zu allerley, erfinderisch ausgedachten,grausamen Strafen verurtheilten. Leopolds geheimerRath sprach auf Verlust der rechten Hand und desKopfes, welchen Spruch der Kaiser in Enthauptungverwandelte, nebst der Entadelung und Einziehungaller Güter. Nadasdys eilf Söhne, sollten künftig-hin Herrn von Creutz, die jungen Zrinys, Gade hei-ßen. Die Entadelung geschah an Nadasdy durch denUntermarschall in der Ritterstube des Landhauses,worauf er vom Stadtguardihauptmann Arnold, ineinem geschlossene» Wagen unter den Verwünschun-gen des Volkes auf das Rathhaus gebracht wurde.