»5o Di e große Pest.
Was nach dem große» Erdbeben P o m b a ( fürLissabon gewesen, das war in dieser entsetzlichenNoch für Wien, Ferdinand Wilhelm Enseb Fürstvon Schwärzenderg'. Da Alles geflohen, hielter standhaft aus, ritt täglich des Vor-und des Nach-mittags auf Gaffen und Plätzen herum, sah Alles miteignen Augen, spendete viele Tausende aus Eignem,handhabte mit unerbitterlicher Strenge die nöthigeOrdnung, ließ vor allen Thoren Galgen aufrichten,die Übertreter der Contumazanstalt, die Diebe, diekeck in die vcrlaßnen Häuser, zu den wehrlosen Kran-ken drangen und zu guter Letzt den Obervater des La-zareths und mehrere Pestknechte wegen verübten Be-truges und Gewaltthätigkeiten daran aufknüpfen. —■Von eben diesem fürstlich gesinnten -Fürsten werden wirhören, daß in der, fünf Jahre nach der g r o ß e n Pesterfolgten türkischen Belagerung, er für Wien,(wie seine dankbaren Dünger ihm sprichwörtlich nach-rühmten) durch sein G o l d nicht minder that, alsRüdiger S t a r h e m b e r g durch das Eise».
D i e zweyte türkische Belagerung. —Der G r oßw e s s i r K a r a M u st a p h a. — R ü-d ige r Starhemberg. Bischof Kollonits.— Der Angriff und die G e g e n w e h r e.Die Noch. Der Bruder Herz und das er-ste K a f f e h h a u s. — Die Anstalten z u kRettung. — D i e Treffen bey P r e ß b u r gu n d bey S t a m in e r s d o r f. — Die P o h len