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Vierter Band.
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Die zweyte türkische Belagerung. i 5 i

und die R e i ch s t r u p p e n. Der König Jo-hann Sobiesky. — Die Schlacht des Ent-satzes. Die W i e d e r e r o b e r u ng Ungarnsund Siebenbürgen s.

Seit beynahe zwanzig Jahren dauerte nun dieWaffenruhe, die Montecuculis Sieg bey St. Gott- 'hard den Türken abgerungen. Aber nun kam seit demSpätfahr 1682 von des Kaisers Gesandten zu Con-stantinopel, dem General Grafen Caprara, eine Trau-erpost nach der andern, von den ungeheuern Rüstun-gen der hohen Pforte, von dem eifrigen Bemühendes französischen Gesandten, den Divan zu kräftigerUnterstützung der ungarischen Mißvergnügte» zu bewe-gen, von den glücklichen Unterhandlungen Tökölys,gegen Anerkennung der türkischen Oberhoheit und ge-gen Tribut, die ganze Macht der Gränz-Paschen nichtnur, sondern ein neu ausgehobenes, unermeßlichesHeer wider Raab und Wien in Bewegung zu setzen.

— Zwar war der Janitscharen allgewaltige Milizgesunken, mehrere Großherrn entthront und erwürgt,Statthalter in den (meist der gränzenlosen Habsuchtder Günstlinge preisgegebenen) Provinzen , von Em-pörern erschlagen worden. Große Eigenschaften undTugenden waren kein Weg mehr, sein Glück zumachen, vielmehr der sichere Pfad zur seidnen Schnur,die Allmacht war bey Weibern und bey Verschnitte-nen, Volk und Heer im entschiedendsten Zurückbleidenhinter dem übrigen Europa. Doch ragten noch Ehr-furcht gebiethende Trümmer der alcen Tapferkeit empor.