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Vierter Band.
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j 52 Diezweyte türkische Belagerung.

Es lag noch eine große Macht in den Sitten, in derVerbindung mit Frankreich, mit Ungarn. Ein einzi-ger großer Mann war genug, um noch einmahl daschristliche Europa zu schrecken. — Seit dem Vertragezu Nimwegen war zwar mit Frankreich Friede, aberein treuloser Scheinfriede, unter dessen Schiri» Lud-wig XIV. Gewaltthaten verübte, die kaum im offe-nen Kriege durchzusetzen, bey versöhnender Übereinkunftdes Friedens gar nicht hatten genannt werde» dürfen.Er errichtete zu Metz und zu Dreifach, Reunions-kammern, die ihm unter einseitigen, veraltetenTiteln, die wichtigsten Gebielhstheile als vermeint-liche Zugehörden des Eisaßes, des Sundgaues oderder Freygrafschaft zuerkannten, darunter Straßburg,einen Schlüssel Oberdeurschlands. Er nahm Casale,sich Savoyens, setzte Hüningen trotzig vor Basel hin,sich der Schweitzer zu versichern, er bombardirke mit-ten im Frieden Luremburg, er demüthigte Genua,er hinderte durch die Anmassuugen seines Doth-schafters, den Papst, Herr in seinem Rom zu seyn, erbedrohte Cadir und zwang die Spanier zur Anerken-nung seines Übergewichts auf der See, er widerriefdie, den Hugonotten in Heinrichs IV. Edikt von Nan-tes zugestandene Religionsfreyheit, so daß nahe aneine Million seiner emsigsten und talentvollst»» Un-terthanen, den Haß wider ihn nach Holland, nachBrandenburg und ins protestantische Deutschland trug.— E r war es jetzt auch, der gegen deu heftigen Wi-derspruch des Mufti und der Ullemas, den Bruch desLojahrigcn Stillstandes mit dem Kaiser entschied unddie Türken zum zweyten Mahl vor Wien führte.