Band 
Vierter Band.
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a 66 Bischof Aollonits.

Kollo nits, in früher Jugend Maltheser und alSsolcher im kandiotischen Kriege, das Erstaunen der Ve-ncrianer, vor deren Augen er mehrere türkische Ga-leeren enterte, viele Ungläubige mit eigner Faust nie-derstieß und den bereits aufdem Walle wehenden Roß-schwcif abriß und erobette. Jetzt war er Bischof vonNeustadt und harre sich aus eignem Antriebe, im Ge-fühle der hohen Wichtigkeit des Augenblickes freywilligmir in Wien eingeschlossen. Er war die Hand des kö-niglich freygebigen Fürsten S ch w a r z e n b e r g, der(mir dem Primas Szecheny brüderlich darin wettei-fernd) nach dem allgemeinen Sprichwort, „Wieneben so durch Gold erhielt, wie Starhembergdurch Eisen" und sich schon in der großen Pest,einen unvergänglichen Nahmen gestiftet hat. Kollo-nirs war fast täglich Slarhembergs Begleiter auf dengefährlichsten Posten und im Observatorium auf demStephansthurm, wo zwey Jesuiten unaufhörlich desFeindes Lager und die llmgegend beobachteten. DesHeldenbischofs Ruhm, sein begeisternder Zuruf, seinBeyspiel ermunterte die Streitenden, er trieb die Ver-zagten und Saumseligen auf ihre Platze, pflegte dieVerwundeten, tröstete die Sterbenden, lenkte dieLöschanstalten, wachte gegen Theuerung und Man-gel, trotzte dem Tod, wo er am drohendsten erschienin den überfüllten Spitälern, verwendete Weiber,Kinder und Greise zur Verfertigung von Hemden,Schuhen und Strümpfen für die Kämpfer und zu sol-cher Handreichung, die dem Dienste der Waffen keinenwahrhaften Arm entzog.

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