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Vierter Band.
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184 Der Bruder Herz

glücklich über den Wall herein/ einen Brief des Her-zogs von Lothringen / mit Wachs wohlverwahrt amHalse. Auf der Rückkehr gefangen und vordenGroß-wessir geführt, rettete er sei» Leben durch übertriebeneErzählungen von dem Elend und der Verzweiflung^ bei* Stadt. Er wurde frey entlassen, die frohe Nach-richt durchs ganze Lager bekannt gemacht und der beyihm gefundene, ziffrirte Brief in die Stadt zurück-geschossen , mit dem Beysatze: es wäre überflüssigeMühe, daß die Belagerten in Ziffern schrieben, ihreverzweiflungsvolle Lage sey ohnehin der ganzen Weltbekannt und eine gerechte Strafe des Himmels, weilsie den Zorn der Sohne des Propheten gereiht hätten:Auch der, im türkischen Lager gefangen zurückgehaltenekaiserliche Resident, Christoph von Kaunitz wagte es,durch vertraute Bediente von Zeit zu Zeit wichtigeNachrichten zu geben. — Der heistersche Lieutenant,Gregorowitsch, deutete durch eine, von der Hohe desBisamberges aufsteigende Rakete an, daß er glücklichüber die Donau zum christlichen Heere entkommen.—Franz Georg Kollschühky, ein Pohle aus Sambor,ehedem Dolmetsch der orientalischen Compagnie, nunKaufmann in der Leopoldstadt, Lieutenant unter der,aus lauter Wirthen bestehenden Freycompagnie desHauptmanns Frank, kam in türkischen Kleidern glück-lich durch das ganze Lager an den Kahlenbcrg, woer von dem Nußdorfer Richter, der sich mit seinenNachbarn eine Insel in der Donau zur Zufluchtsstätteausersehcn hatte, übergesetzt wurde. Am 17. Tag ge-langte er durch die Pallisaden am Schottenthore glück-