Die Anstalten z ur Rettung. 167
sich beym Stubenthor hinaus in den Feind und siel,sein Leben zehnfach theuer verkaufend/ mit allen sei-ne» Gefährten.
Am 4. Sept. sprengte der Feind eine Hauptminea» der Burgbastey. Die Wirkung war fürchterlichund schon im gleichen Augenblicke gellte dem herbey-gessogenen Commandanten und der Besatzung dasfürchterliche Allahgeschrey der, vom Großweffir selbstüüc dem Säbel angetriebenen über die zerwühlten Erd-hügel und' geborstenen Mauertrümmer unter Staubund Dampf und unter den Blitzen des Geschützes wü-thend heranstürmenden Türken entgegen.
. Die verzweifelte Lage, schien den Belagerten,wehr als menschliche Kräfte zu geben. Die Türken,die schon zwey Roßschwcife auf der Dastey aufgesteckthatten, wurden wieder in ihre alten Verschanzungcnzurückgeschlagen. Am 6. 7. und 3 . sprengten sie neueMinen an der Burg - und Lobelbastcy, harten sichbis unter die Minoritenkirche durchgegraben und ver-doppelten ihr Feuer und ihre Stürme mit einerWuth, der die Belagerten am Ende doch harren un-terliegen müssen, wäre der Entsatz nicht so nahe ge-wesen.
Am 28. April 166Z hatte der Graf von Wald-stein das Schutz - und Trutzbündniß mit dem Pohlen-kvnige Johann Sobiesky unterzeichnet. Die furchtbarbringende Gefahr schien endlich auch im deulschen Ba-terlandc des Zögerns und der Eifersucht Erbsünde über-wunden zu haben. Die Grafen Kaunitz und Berkaschloffen mit den Höfen von Bayern, Sachsen und