2o 8 Einzug der Sieger in Wien.
Dieser Stein verschwand, mit so manchem andernschonen Denkmahl, als Napoleon nach bereits geschlos-senem Wiener Frieden, im Ort. und Nov. 1809 dieWerke, vom Kärnthner- bis über das Schocienlhorhinaus und bis zur Elendbastey, mit muthwilligerRvhheic sprengte. — Der Herzog von Lothringen bliebim Lagerund überließ die Glorie des Tages ungetheiltdem Könige und Starhembergen, eine Selbstverläug-nung, lebhaft erinnernd an jene des Siegers vonLeipzig und Paris, im Wiener Prater,am ersten Jahrestage der LeipzigerSchlacht.
Der Einzug geschah durch das Stubenthor: vor-aus ein wahrhaft homerisches Geschwader pohlnischerEdeln zu Pferd« mit dem edeln Wienerfreunde Lubo-mireky, dem kühnen Verfechter am Bisamberg undbey Stammersdorf, — darauf der König, zu sei-ner Rechten, etwashinter ihm, Ernst Rüdiger Star-he mberg, neben und um den König, der Kurfürstvon Bayern, jener von Sachsen, Prinz Jacob So-biesky, die Großofficiere der pohlnischen Krone, diedeutschen Fürsten, die Generalität. Des RangeSdachte in solchem Jubel Niemand. Bor ihnen wurdedie herrlich schimmernde Haupcfahne des Propheten,ganz von erhabener Goldarbeit, die Roßschweife,die Standarten getragen und Kara Mustaphas Leib-roß geführt. Der Zug ging durch die Wollzeile, Di-schofsgaffe, bey St. Stephan vorbey, durch die Kärnth-nerstrasie und den neuen Markt in die Hoftirche derAugustiner, wo Sobiesky in der Lorettokapelle die