Das B u r g f r i e d e n sp r i v i l e g i u m. 221
Biertatzes im Burgfrieden und gegen Erlaß einer For-derung von 11,000 fl. ablösen müssen. 1693 am 18.Sept. überließ Leopold der Stadt auch die bisher vi-cedomischen Gründe unter den W e ißgä r b e r n; 1699geschah ein Vergleich zwischen der Stadt und dem Dom-kapitel, wegen der grundherrlichen Rechte des letzter»!bey M a r i a h i l f und gegen die Mieden und desneu bestätigten Burgfriedens der erster«, dann auchmit dem ProbhauS der Jesuiten bey St. Anna, vor-züglich wogendes Umgeldes. Am 22. April 1700ver-kaufte der Marchese Hyppolit Malaspina der Stadtum 91,000 fl. und 1,000 fl. Leykaus, den „rothenH 0 f" vor dem Burgthor mit allen Zugehörden undGarten bis zum grünen Thor, bis ins Lerchenfeld undin die untere Alsergasse, welche Stätte hiernach demvielgeliebten römischen und gekrönten Könige UngarnSzu Ehren, die I 0 se p h stad t hieß. — 1704 a,» 3 i.May erkaufte die Stadt vom landesherrlichen Vice-domamte auch Erdberg und das Lerchenfeld,1705 vom Hofkammerrath Bartholmä von Tinti, dasGrundbuch in H u n g e l b r u n 11, an der WicdnerHauptstraße, verglich sich unter Joseph I. mit denSchotten, wegen des, vor dem Schottenthore auf-gerichteten großen Armenhauses (1706^,1 3 i.Decb.)und wegen des Bäckenhäuselsund Lazarelhs (i 5 . Decb.1707). Wichtig und vollendend war der Ankauf deSAlthanngrundes in der Roßau von GundackerGrafen von Alrhann an die Stadt unter Earl VI,(20. Jiiny 1713.)
Im Jahrzehende von 1688—1696, geschah auch