Band 
Vierter Band.
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2/ 4 2 Die r a k ocz i s che n U n ruhe ».

sten zu bestellen, eine ?lntwort von ihm herauszulo-cken und wo möglich auch die Freunde, die Hoffnun-gen , die Mittel der Mißvergnügten zu erforschen. Dasentschied den unbesonnenen Jüngling; er ging in dieFalle. Longueval desertirte zum Schein von seinemRegiment, ließ sich überall mir Steckbriefen verfol-gen , endlich verabredctermaßen bey Linz mit den ra-koczyschen und andern wichtigen Briefen auffangenund verschwand auf einige Zeit, wohlverwahrt in ei-nem, dem rakoezyschen nahen Gefängniß, dennRakoc-zy wurde nun zu Tokay überfallen und zu schlimmer Vor-bedeutung in die Burg des, einst dem Zriny und Fran-gipani tödtlichen Neustadtgebracht. Doch während dasGericht wider ihn eben sein Geschäft schließen wollte,entfloh er (9. Nov. 1701) und es half wenig, daßsein bestochener Wächter, Rittmeister Lehman» vonden castellischen Dragonern, enthauptet und danngeviertheilt, daß über Rakoczydie Acht ausgesprochenwurde.

Warschau war seine Zuflucht. Die Aufhetzungder Pforte mißlang, aber um Geld fanden sich Vol-ker in Pohlen. Frankreichs Unterstützung war mäch-tig, Graf Niklas Bereseny , ein Freund und ein Krie-ger wie Wenige. — Die kaiserlichen Volker warenaus llngarn alle an die Mosel, an den Rhein, an denPo, ja an den Ebro versendet. — Räuber und armerußniakische Bauern, waren Rakoczys erster Anhang,als er wieder in sein Erbe nach Tokay, nach Patakzurückkehrte; aber dieser Anhang wuchs gleich einemvom Zorn deS Ungewitters geschwängerten Waldstrom,