Band 
Vierter Band.
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Die r a k o cz i sch e n Unruhen. sssJ

gleich einer vom Hochgebirg niederdonnernden, Allesmit sich fortreißenden Lavine (1705). Selbst diejeni-gen traten zu ihm über, die Anfangs seine ungere-gelten Haufen zerstreut hatten, wie Karoly, vondem >ioch die Anekdote unter dem Wiener Volk ist,daß, wie man ihin am Thor (gleich allen Großen Un-garns, als die sonst nichts bezahlten,) einen Ducatenals Mauth abforderte, er denselben trotzig hingewor-fen, sich bcrühmend, er wolle sich denselben ehestensselbst wieder hohle» — und wirklich ergoß sich der ra-koczysche Strvin allzubald, längs der Waag herauf,bis gegen Preßburg. Verwüstende Streifparteyen er-schienen im Marchfeld und an derFischa,bis ins Bad-ner Gebirge hinein. Die meisten Dörfer ringsum stan-den in hellen Flammen. — Rakoczy und seine Gene-rale Niklas Bcrcseny, Simon Forgncs, Anton Eßter-hazy, Georg Andraffy, Alexander Karoly, sendetenStreifparteyen bis Austcrlitz und Jglau und hattenin Schlesien gefährliche Verständnisse. — Früher hat-te der Kurfürst von Bayern, den General Schlickbey Passau geschlagen und sich den Weg an die Traunund Enns geöffnet. Die Zeit schien «wieder da, woFerdinand von Thurn und Bethlen Gabor in der eig-nen Burg bedrängt ivorden war. Aber der Kurfürsthielt noch zur Stunde Rakoczys Mittel für zugering, eine Belagerung Wieno für zu ge-wagt. — Österreichs guter Stern führte ihn dies Mahl( 3 uny und July 170D) nach T y r o!. Dort woll-te er sich bey'Bri.ren, mit dem aus Italien anrücken-den V e n d o in e vereinigen, dann durch Karnthen und

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