244 Die r a kocz i s ch e n U» ruhen.
Steyer an die Raab ziehen, den ungarischen Mal-toncenten, die sich auch ihrerseirs um somehr verstärkehaben würden /um so mächtiger die Hand zu reichen.— Dieser höchst gefährliche Plan scheiterte aber ander tapfern Treue jenes Bergvolkes. An denselben clas-sischen Stellen, wie in dem unvergeßlichen Kampfder Tyroler von 1809, (keiner Parteyfrage, keinembloßen Ringen erbitterter Nationalität, am wenig-sten einem Kampf verwegener Neuerung , sondern ein-zig um das alte Kaiserhaus und um das alte Recht,),wurden jene beyden großen Kriegesfürsten blutig heim-gewiesen und die unschätzbare Zeit gewonnen, zurRüstung und was noch mehr, zur Vereinigung E u-g e n s und M a r l b 0 r 0 u g h s.
Viel drohender für Wien, erschienen die rakoczy-schen Streikkräfte 1704. Der gesammten Bürgerschaftwurde befohlen, sich zu approvisioniren. Sie erbothsich die Vorstädte, die sonst wohl neuerdings verbrannt,oder geschleift worden wären , bis auf den letzten Bluts-tropfen zu vertheidigen und gab solche Beweise uner-schrockener Anhänglichkeit an das Kaiserhaus, daß Eu-gen den Bürgermeister Peickart freudig umarm-te, ihn selbst ins Zeughaus führte, ihm freystellend,für seine edle Bürgerschaft von Wehr und Waffen zunehmen, was ihm gut dünke. Jedem Freyhauswurde nach der vorjährigen Steuerfaffion von rooo fl.,1 fl. 5 o kr. abgenommen und jedem Bürgerhaus 10von 100 in der Stadt, 5 von 100 in der Vorstadt.Von allen und jeden Miethparteyen in Stadt undVorstädten 2 Kreuzer und i Kreuzer vom Gulden des