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Laß dieser verderblichen Seuche allzubald das höchsteHaupt zum Opfer werden würde.
Am i2. April 1711 hatte der Kaiser bey denCarmeliten auf der Leimgrube dem Gottesdienst bey-gewohnt und das Mittagsmahl genommen. Er äußer-te Mangel an Eßlust, allgemeines Unbehagen, dieweder der scharfe Heimritt, noch die Jagd des an-dern Tages vermindern wollte. Die Pocken zeigtensich. Die Bestürzung war allgemein; Jung und Altströmte nach dem Hause Gottes, doch tröstete sichnoch Alles mit den besten Hoffnungen. Mit diesenschied auch, noch am 16. der, nach den Niederlan-den abgehende Eugen vom Kaiser. Wenige Stundenaber, nach diesem Abschied, nahm das Unheil überHand und nachdem er, bis zur Ankunft König CarlsauS Spanien, unter Zuordnung einiger Assistenzrä-the (der Fürsten Mannsfeld und Trautson, des Gra-fen Wratislaw und Baron Seilern) die Regierungseiner Mutter übertragen, starb der edle Fürst, amMorgen des 17. April 1711, im 33 . Jahre. SeineWitwe Amalie, (von der der A m a l i e n h 0 f derBurg, den Nahmen trägt) barg ihren heiligen Schmerz,in der Einsamkeit der Salesianerinnen, die sie zurErziehung der weiblichen, adelichen Jugend, aus denNiederlanden berufen, für welche sie jdas Haus undLeu Garten des, durch seinen Codex Austriacus rühm-kich bekannten Referendärs, Baron O.uarient, aufLei» Rennweg erkaufte, und am Geburtstag ih-rer Nichte, der großen Theresia (10. May*717) den Grundstein legte.— Im 5 o. Jahre Wir-