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Verwaltung des June r n.
endlich nur durch die Hinrichtung zweyer Rädelsführerund Verurlheilung anderer zu schwerer Arbeit im Stadt-graben und auf den Galeeren zur Ruhe und Ordnungzurückgeführt w erden konnten. Als im April 1722 dasAmtshaus in der Rauhcnsteingaffe neu erbaut wurde,berief zuerst der Magistrat alle Handwerker auf dasRachhaus und verlas ihnen den kaiserlichen Befehl we-gen dieses Baues. Dann verfügte sich der Unterrich-ter im seyerlichen Zuge mit Meistern lilid Gesellen nachdem Amlhaus, zeigte ihnen, daß es von Verbrechernganz leer sey, rief drey Mahl derStadt Befehl,daßKeiner dem Andern wegen dieses Baues einen Vor-wurf machen solle, that dann mit seinem Stab, Mei-ster und Gesellen, seder mit feinem Werkzeug, dreyStreiche an das Haus, das hiermit völlig frey und ehr-lich gesprochen war. Das aufgeklarte Zeitalter mach-te derley Ceremonien nicht mit vollem Unrecht zur Ziel-scheibe seines Witzes. Beym Wehrstande, besten inner-stes Mark die Ehre ist, konnten sie inzwischen so we-nig als der Zlveykampf ganz ausgerottet werden. Wirivürden uns noch bedenken , welchem Zeitalter wir denVorzug geben sollen, dem sthenischen, das zwischender E h r e und (wenn auch eingebildeten) Schmach,eine solche Kluft befestigte und wo die Idee nochfür sich so.gewaltig war, auch ohne Geld und Stock— und demjenigen, das dereinst in erbärmlicher Nüch-ternheit und in einer, dem färb - und geschmacklosenWaster zu vergleichenden Klarheit so weit fortgeschrit-ten seyn wird, daß die Fahne ihm nichts anderesist, als ein Stück Seide an einem langen Stock, und