Band 
Fünfter Band.
Seite
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TÜ r k enk r i eg. gi

lichsten in Minne - und Meistergesang. Unser Ha, insSachs, Wolfgang Schmelze!, erstaunt darüber, wieTürkennoth uud Reformationsstürme, Wien we-nigstens diese Harmonie haben lasten müssen! Er-gibt ihm darin den Preis vor allen andern Städtenund betheuert: „mer musikos und instrument, findman gewißlich an khain endt." — In der Tonkunstwar auch in der josephinischen Epoche die alte Gründ-lichkeit nicht auszurotten, obgleich sie in Wien durchdie vielen Klösteraushebungcn und durch die vermeint-liche Vereinfachung des Eultus eine eben so nachchei-lige Rückwirkung empfand, wie solche die übrigenbildenden Künste, insonderheit die Mahlerey undBildhauerey in der ungemein verminderten Be-schäftigung fühlten, ohne die selbst der glücklichste Ge-nius erlahmt. — Wir kehren von diesem Gemähldeder Sitten, des Wissens, der Künste und der Ver-waltung in Wien, zu den großen Begebenheiten undzu Josephs Ausgang zurück.

Der Fortgang des Türkenkrieges täuschte die vonaller Welt bey dem offenkundigen Verfall des türki-schen Kriegswesens, bey der anerkannten Vortrefflich-keit des österreichischen, gemachten Berechnungen.Ein zweyhundert Meilen langer Cordon, unaufhörli-cher Allarm und Lagerseuchen verzehrten indeß auf diebeklagenswertheste Weise das herrlichste Heer, uner-bittlicher und unwürdiger, als zwey verlerne Schlach-ten. Die Noth mahnte an London, den man in sei-nem Garten zu Hadersdorf, völlig vergessen zuhabenschien, der zuvörderst beym Heer in Croatien, dann