Band 
Fünfter Band.
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Leopold H. 97

und Io se ph bleiben des Österreichers heilige Sterne,theure Idole und Ideale der Kraft und der Milde,der Liebe und der Gerechtigkeit.

Es erhielr aber Österreich und zwar aus den Hau»den des mütterlichen Wien, ein noch theureres Zei-chen der Sühnung und Gunst. — Der, welchen I o-se p h seiner Saat zum Wächter erkohren, ging auSdieser Schule der Leiden, der Mißgriffe und der ein-greifendsten Erfahrungen hervor zum Hydernkampfemit der argen Zeit und als ehrte das Schick-sal Josephs Vermacht »iß, und als woll-te es selbst keinen andern Kämpfer, esverflossen von des edeln Kaisers Hintritt kaum zweyJahre und Franz ward aus Steuer des Staaresberufen, inmitten der verderbensschwangern Wetter-nacht, aus der Österreich unter ihm, herr-l i ch e r und mächtiger als jemahls hervor-gegangen ist.

Am i. März 1790, an demselben Tag, an wel-chem er zwey Jahre darauf starb, verließ LeopoldFlorenz, um Josephs Erbe anzutreten. AufdemWegdurch Tyrol und Kärnthen, beruhigte seine staatsklu-ge Milde die, ihm zahlreich entgegenströmenden Ab-geordneten der Provinzen. Am >2. März um 10UhrAbends erreichte er Wien, die Königinn Ludowikalangte am i 5 . May an, gleichfalls an demselben Ta-ge , an dem ste zwey Jahre später Leopolden insGrab folgte. Am » 3 . May sahen die Wiener die Erz-herzoge F e r d i n a n d, Carl, (den Helden so vielerSchlachten) und die beyden nachmahligen PalatineGeschichte Wiens. 5. 23 D. 1. Hett. 7