Band 
Fünfter Band.
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Die Franzosen in Wien. uS

noch späterhin einem staunenden Commissair Ordonna»reur die verlangten Bettfornituren, am hohen Marktmir dem Witz übergeben wurden: „das sind die 10,000Betreu für ihre >üoo Verwundete von Austerlitz!'' —Die Unkosten der Linquarlirung mußten durchaus dieHauseigenthümer tragen. Die Stände und der Ma-gistrat wurden in die Burg berufen, um Napoleonvorgestellt jti werden. Sämmtliche Dürgercorps muß-ten zugleich auf dem Glacis ausrücken. Doch dieseVorstellung hatte nie statt und nur das zweyte Mahlhielt der Generalgouverneur Clarke Heerschau, zuder nicht mehr die Hälfte der ilnwilligen Bürgerschaftkam. — Jeden Tag erhitzte die Gemüther ein ande-res Gerücht. Geschriebene Extrablätter aus Brunn,Ofen , Preßburg, über das Anrücken des E. H.Carl, über Siege der Russen, über die hoffnungslo-se Lage des Feindes flogen umher. Durch zwey Tageerhielt sich sogar das Gerücht von Napoleons To-de, daher entsprungen, daß am 26. Nov. um Mit-ternacht, zwey tispännige Wägen und eine Sänftevon Gardegrenadiers escortirt, in der Hofburg ankamen,die Saufte im Schlafzimmer des Kaisers Joseph ver-wahrt, Niemanden eine Annäherung gestattet und selbstdie Beheitzung von der Garde besorgt wurde. Am En-de kam heraus, der vermeintlich auf den Tod verwun-dete Napoleon, sey sein Schatz gewesen, für den erso große Sorge trug. Am 3 o. Dec. wurde eiligst eineSchiffbrücke bey Nußdorf geschlagen, die Schlüsselzu den Stadtthoren verlangt und die Schließung der-selben versucht. — Es empörte die Wiener, daß umGeschichte W»ens. 5 . BL. 1. Heft- 11