i66 D i e B ra n dsch a hu n g Wiens.
der Wiener zu den großen Spitalsbedürfnifsen derkranken und verrvunderen Franzosen und Russen, daSehrenvolle Geständnis; ablegte: „daß die Anwohnerder Seine und Newa sich lange mir Erkenntlichkeit anden Edelmuth der Wiener erinnern würde» wur-de unter der Drohung der Auflösung aller inländischenBehörde»/ den Ständen und der Stadt 52 Billio-nen Franken aufgelegt und Tages darauf einstweilenauf Abschlag die ständische/ städtische und Bankal-Caffe weggenommen. Es befanden sich darin , etwanoch zwey Millionen Gulden. Mit genauer Noth er-both der Magistrat 40,000 fl. z,ir Bestreitung dernöthigsten / laufenden Auslagen. Am 12. drangDaru auf unverzügliche Zahlung der 52 Billionen/wovon ist auf die Stadt Wien kamen. Ein gezwun-genes Anlehen, garantirt von den Ständen, schafftedie Summe in möglichst schonender Form herbey.Die großmüthige Fürstinn Lubomirska, schoß schonam Tage vor dein Abdrucke des Placats, »00,000 Du-caten vor, durch welchen Zufluß man im Standewar, die geringste Classe zu verschonen, deren Haus-zins nicht über »00 fl. betrug. —Am 16. Decemberreiste Graf Haugwitz mit dem, zu Schönbrunn zwi-schen ihm und Duroc gefertigten, für Preußen sounheilsschwangern Tractat nach Berlin zurück.
Da das Heer des Erzherzogs Carl, wie natür-lich die Zufuhr in die vom Feinde besetzten Gegendensperrte, entstand in Wien drückender Fleischmangel.Napoleon erließ dagegen (18. Dec.) eine heftige Er-klärung in der Wiener - Zeitung, worin er drohte, „dieVerfassung der Stadt zu verändern und ihr eine