Band 
Fünfter Band.
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167
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D i e Brandschatzung Wiens. 167

den jetzigen Z e i t v e r h a l t n i s s e n angemes-sene re zu geben, wovon Österreich vielleicht ein Anden-ken zurückbleiben würde, noch empfindlicher als der un-glückliche Krieg selbst!"— Die Sperre wurde aufgeho-ben. Am lg. Dec. ließ Napoleon seinen Soldaten denrückständigen Sold und ein ansehnliches Geschenk zustel-len und nun begann unter ihnen eine solche Schwclge-rey, daß sie zu vielen Hunderten in Nervenfteber versie-len, daß ihre Betten verbrennt werden mußten unddas Übel sich auch der Stadt mittheilte.

Der Friedenseongreß war am 7. Dec. zu Ni-co l s b u r g eröffnet, am 11. in B r ü n n fortgesetzt,am 20. nach P r e fi b u r g verlegt worden. — Am 26.in der Nacht unterzeichneten Fürst Johann Liechten-stein und F. M. L. Graf Jgnaz Giulay mit dem Mi-nister Talleyrand den Friedensvertrag, kraft dessenam 11. Jänner zu Wien kund gemachten Artikeln,Venedig, die Vorlaube, Tyrol, Eichstädt und derösterreichische Antheil Paffaus abgetreten, der deutscheOrden im Reich aufgehoben, Salzburg und Ber-tholdsgaden erworben, der Kurfürst von Salzburgdurch Würzburg entschädigt, Bayern, Würtembergund Baden als Souverains und die beyden ersten zuKönigen erklärt wurden. — Französische Besatzung solltenoch drey Monathe in Braunau bleiben und sie blieb durchmehr als anderthalb Jahre! — Die französischen Heerestanden fortan und bis zum Ausbruch des Preußenkriegesin Bayern und — Wien — war eine G rä n z st a dr!

Der Fürst Liechtenstein schickte die Friedenskun-de sogleich von Preßburg durch den Staatskanzley-secretär Baron Hormayr an den Hofcommiffär Gra-