Band 
Fünfter Band.
Seite
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r6 D i e Tage v. RegenSburg u. Ebersberg.

ter die Traun ziehen mußte. Hier kam eS am 3 . Maybeym Übergang über die lange Brücke zu einem mör»derischen Treffen/ in welchem Maffena über 6000Mann verlor, die Wiener Landwehr unterKüffel und Salis zum ersten Mahl ins Feuer kamund Wunder der Tapferkeit that/ aber auch großenVerlust erlitt, Unter den vielen Todten befand sichder Dichter Leo von Seckendorf.

Am 3 o. April verkündigte der, die innern Staats-geschäfte führende Erzherzog Rainer, zwar einebedeutende Gefahr, dennoch aber bey der Lage derSachen in Italien, in Tyrol, im Warschauischen,auch noch eine große Grundlage der Hoffnung undden Ausdruck der gerührtesten Zufriedenheit über dieherrliche Stimmung Wiens, die weit weniger die ei-gene Gefahr vor Augen habe, als die Furcht, der gro-ße Zweck dieses Krieges, das Ziel aller Hoffnungenund Wünsche mochte vereitelt seyn! Ein Aufruf voma. May berief Freywillige, einer vom 2. äußerte dieZuversicht, die Stadt würde, wie sie immer gethan,der Eremcionen ruhiger Zeiten in diesem äußerstenDränge vergessen und zu der den Vorstädten uner-schwinglichen Vorspanns - und Transportlast concur-riren. — Schon begann das Flüchten der Einzelnenund das Retten der Schätze, Archive und Kunstsamm-lungen , als der Erzherzog Maximilian mit demBefehl eintraf, Wien zu vertheidigen. —Konnte diese Stadt, in der herrlichsten Lage einesfesten Platzes und Brückenkopfes, nur 6 bis 10 Ta-ge gehalten werden, so war eine Möglichkeit, daß