Band 
Fünfter Band.
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Der Feind vor Wien.

ganisation der Bürgermiliz, der Freywilligen, einesCavalleriecorps unter dem Grafen Waldstein und derVorstadtcr, an welche zur Verwahrung der Liniengegen einen Coup de main, an >70,000 Gewehre aus-getheilt wurden. — Hiller ging bey Krems über dieDonau, entsendete aber eine Heersaule zur BesatzungWiens. Der P rat er wurde verhaut und verschanzt.Am 8. May war Napoleons Heerlager bereits in St.Polten, am 9. May jenes des Marschall Lannes inSieghardskirchen und die Vorposten bey Hüttel-d o rf. Bis auf jenes am rothen Thurm, wurden dieThore gesperrt, immer aber noch bey den kleinen Ein-lastrhüren, den Vorstädclern Waffen ausgetheilt. DieGlocken schwiegen. — Früh Morgens am 10. Maybezog die Bürgerschaft die Wälle und wurde die Au-garcenbrücke, so ivie Tags vorher die Franzensbrückeabgebrannt. Die Garnison bestand aus 16000 MannLinientruppen und Landwehre, 1000 Studenten undKünstlern, dem Bürgermilitär und einiger Ausgeboths-Mannschaft. Die Verrheidigungslinie wardieselve, wiewider Suleyman und Kara Mustapha von der Was-serkunst- bis zur Löbel- und Molkerbastey. Schon spreng-ten die feindlichen Chaffeurs vom Vorcrab des GeneralsTharreau, von Gumpendorf und Mariahüls keck andas Glacis und wollten an der Wienbrückc vor demKärnthnerthor noch Pulverwägen wegnehmen, woransie die Kühnheit des Bürgers und Wachtmeisters Au-gustin Wieser hinderte. Beständig streiften die Husa-ren zum Kärnthnerthor hinaus, klm 7 klhr schickte derMarschall Lanues einen Parlamentär, seinen Adjutanten