Band 
Fünfter Band.
Seite
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^2 D i e e r st e M a r ch fe ld s sch s a ch t v. A sp e rIt.

sich, die tapfersten zu sondern und alle Soldaten vonAspern seyen der öffentlichen Dankbarkeit würdig"—vorallen aber. Fürst Johann Liechtenstein und Ba-ron W im p ffe n. — Ein fast noch glänzenderes Zeug-niß gab Napoleon selbst, nach seiner Heimkehr.König Murat von Neapel bezeugte ihm seine Verwun-derung, daß er Österreich nicht zerstückelt, daß er ihmeinen um so viel bessern Frieden als zu Tilsit Preußen,gegönnt habe! ? Napoleon hieß ihn schweigen." Ihr ur-theilt wie ein Blinder von der Farbe. Ihr habt d i eÖsterreicher von E ß l i n g und Aspern nichtgesehen, also habt Ihr gar nichts gesehen!" Kaumzu beschreiben ist der panische Schrecken, den dieseSchlacht unter den Feinden hervorgebracht, die kriechen-de Demuth, in die gar viele, noch des vorigen Ta-ges höchst Übermüthige verfielen, die Sucht sich zuverbergen und zu verstecken und in Civilkleidern, demHerrn und dem Kriege Lebewohl zu sagen. —-- Aberleider nur kurz dauerte jene Zerschlagenheit des Gei-stes , jener ungeduldige Mißmukh. Sie wichen schonam fünften Tage wieder dem alten Dünkel, als Bo-naparte (27. May.) aus seinem unverändertenHauptquartier von Ebersdorf, der italienischenArmee unter dem Vice - König Eugen Beauharnois,prahlerischen Willkommen zurief. — Dem menschen-freundlichen Edelmuth der Wiener, der inmitten ih-res Zornes und ihrer Rache, das erbärmliche Schau-spiel eines ganzen Heeres von Zerschmetterten undVerwundeten, das zur St. Marper - Favoritcnliniehereinströmte, hülfreich zu lindern bemüht war, ga-