Des Feindes Walten in Wien. 4?
Kanonen bey sich vergraben hatte und ein heftigesProclam Andreoffys donnerte gegen den bösen Geist,der sich auf einmahl in Wien zeige. Das Publicumwurde überdies; höchst unwillig über den strafbarenLeichtsinn, womit besonders die Artillerie ihre Arbei-ten betrieb, völlig unbekümmert um die Sicherheitder Stadt. Nicht nur, daß sie durch »»zeitige Ge-schützproben , Raketen und Leuchtkugeln ganz unnöthigAlles allarmirt und selbst die. öffentliche Ruhe gefähr-det harten, sprengte am »4- August, dem Vorabenddes Napoleonstages, um 10 Uhr früh ihre Unvor-sichtigkeit das Pulverlaboratorium auf der Schotten-bastey in die Luft. Der Knall und das Feuer setztenStadt und Vorstädte in Schrecken und Niemand woll-te löschen, weil mehrere gefüllte Granaten gesprun-gen und in der Renngaffe, auf der Freyung und beyden Schotten beschädigend niedergefallen waren.
Napoleon, der den ganzen Juny hindurch sichauf den möglichen Fall bereitet hatte, Wien gegendie Österreicher zu vertheidigen, beschloß am Endedieses Monarhs, bey der Annäherung der zweyten, ent-scheidenden Marchfeldsschlacht, eine mitrelbare Ent-waffnung der Bürgermiliz. Die Gewehre blieben imZeughaus und aus den Allarmplätzen; dort sollte dieMannschaft sie je des Mahl a b h o h l e n und jedesM a h l w i e d e r abgeben. — Das Mißvergnügendarüber stieg um desto höher, als zugleich mit i. Julydie Preise aller Bedürfnisse unglaublich in die Höhegingen und die unglücklichen Folgen eines selbst noch»»diesem, über alle gewöhnlichen und ruhigen hin-