VI
Vorwort.
Die Ausgabe dieses" puchlins" soll ins letzte Vierteldes 15. Jahrhunderts fallen.
Auch existieren über Gastein alte Handschriften ausdem 16. und 17. Jahrhundert, welche in der„ GasteinerChronik" von Dr. Aug. Freiherrn von Härdtl 1876publiciert worden sind.
Vom Ende des 18. Jahrhunderts an finden wir Wild-badgastein und seine Heilquellen in verschiedenen Mono-graphien beschrieben, und in den letzten Decennien ist.eine stattliche Litteratur über diesen Kurort entstanden.Dieser Umstand lässt eine neuere Schrift über Gastein alsüberflüssig erscheinen; wenn ich aber dennoch zur Federgreife, findet es seine Erklärung darin, dass ich währendmeiner ärztlichen Thätigkeit als Badearzt seit 1882 in Bad-Gastein manche Erfahrung gesammelt habe und nachmancher Richtung hin den Werth der Gasteiner Thermen,sowie ihre Indicationen neu zu beleuchten in der Lage bin.Das Vertrauen zur Gasteiner Kur soll gerechtfertigt werdenund die seit Jahrhunderten bewährte Heilkraft der Thermean Begründung gewinnen.
Viele Leser interessieren sich für die geschichtlichen,andere für die naturhistorischen Daten, die Heilbedürftigenfür die Therme und ihre Indicationen selbst, die Natur-freunde und Touristen wieder für anderes. Nach all' diesenRichtungen hin soll meine Schrift den unorientiertenBesuchern Gasteins das Nötige bieten; auch soll der fürseine Kranken ein Heilbad suchende Arzt darin Aufschlussfinden.
In diesem Sinne empfehle ich mein kleines Werk einerwohlwollenden Aufnahme.
Der Verfasser.