Buch 
Bad Gastein / nach den neuesten Hilfquellen bearb. von Carl Gager
Entstehung
Seite
14
JPEG-Download
 

14

Lage, Klima, metereologische Daten.

Das Gasteinerthal beginnt, von Lend auslaufend, mitder Klamm, erstreckt sich weiter als Thal von Hofgastein,bildet dann die amphitheatralische Form von Badgastein ,setzt sich, immer höher und höher steigend, als Böck-steinerthal fort, geht am höchsten Punkte ins Nassfeldüber und endigt als Weissenbachthal.

Die Niveau- Differenz zwischen dem höchsten und tief-sten Punkt beträgt 1004,3 m.

Die das Thal durchfliessende Gasteiner Ache bildetbei Bad- Gastein zwischen imposanten, schroffen Felswändeneinen gigantischen, 204 m hohen, Auge und Sinn fesseln-den Wasserfall, der aus drei gewaltig schäumenden unddonnerähnlich tosenden Cascaden besteht. An Grossartig-keit ist er einzig in seiner Art. Die oberste Cascade siehtman am besten von der hohen Brücke( ,, Schreckbrücke")aus. Zur Besichtigung der mittleren Cascade, der schön-sten und mächtigsten, sind die Straubingerbrücke und derSchlossfelsen die besten Punkte. Die unterste Cascadepräsentirt sich herrlich vom Standpunkt der Grabenbäcker-mühle, oder der Schwarzenberganlagen. Einen schönenUeberblick über den ganzen Wasserfall bietet das flacheterrassenförmige Dach des Gasteinerhofes, oder dessen demWasserfall zugewendeten Fenster des obersten Speisesaales.Weitere drei schöne Wasserfälle: den Bärenfall, Kessel-fall und Schleierfall bildet die Ache in ihrem Laufevom Nassfeld nach Böckstein .

In stiller Einsamkeit, inmitten einer melancholischenHochlandspracht liegen in Gasteins nächster Umgebungmehrere Gebirgsseen, deren namhaftere folgende sind: derRedsee auf der Redalpe im Kötschachthale, der Palfner-see auf der Palfneralpe( Lieblingsspaziergang der weil.Kaiserin Elisabeth), dann der grosse und der kleine Bock-hartsee auf dem Bockhart in der Nähe des Nassfelds. DerAbfluss des grösseren bildet den Schleierfall im Nassfeld.Ein besonders hervorragender hygienischer Vorzug Ga-