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Bad Gastein / nach den neuesten Hilfquellen bearb. von Carl Gager
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Naturgeschichtliches.

Man nimmt an, dass der Felsendamm der ,, Schreck" denWasserdruck des Böcksteiner Sees nicht aushielt, dieser denbrüchigen Teil des Felsstockes durchbrach und die Kluftbildete, in welcher heute noch das Wasser der Ache herunter-stürzt; der Schlossfelsen aus festem Gneis blieb stehen, undnach rechts und links stürzte das Wasser in die Tiefe. Derrechte Arm wurde durch einen Damm versperrt, und eswird jetzt durch eine Schleuse nur soviel Wasser der Achedurchgelassen, als zum Betrieb der elektrischen Anlage imSchlossgraben und der Hebemaschine in der Tiefe desThales erforderlich ist.

Bezüglich der Pflanzenwelt Gasteins soll erwähnt wer-den, dass die Waldungen grösstenteils aus Nadelhölzernbestehen, und zwar sind es die Fichte( Pinus picea) unddie Lärche( Pinus larix ), die am häufigsten vorkommen;seltener ist die Zwergkiefer( Pinus pumilis ) und die Zirbeoder Zirbelnusskiefer( Pinus cembra), von welch' letzterereinige schöne Exemplare im Garten der Villa Meran zusehen sind. Im Thalgrunde findet man die knotige Esche( Fraxinus excelsior), den Ahorn( Acer pseudoplatanus ), diebestaubte Eller( Alnus incana) und die Birke( Baetula alba).Auf den Wiesen und in den Forsten wachsen Wachholderund schwarzer Holunder( Sambucus nigra et ramosa), Eber-eschen( Sorbis aucuparia), Traubenkirschen( Prunus aviumet Padus), wilde Rosen in Hecken, der gemeine Wegdorn( Rhamnus catharticus) und der Sauerdorn( Berberis vul-garis); Eichen und Weiden( Salix alba ) sind selten.

Die Thalsohle und stellenweise auch die Berglehnenbis über die Höhe von 200 m sind cultiviert, und mansieht da üppige Wiesen, Getreide- und Leinfelder.

Die Obst- und Gemüsecultur ist in Folge des kühlerenGebirgklimas äusserst gering, und der diesbezügliche Be-darf muss von auswärts gedeckt werden.

Die Flora Gasteins ist der der Schweiz, Skandinaviens ,Tirols, Kärntens und Steiermarks ähnlich. Die Blumen