den hier in andere Verhältnisse versetzten, unter dem Ein-flusse des Höhenklimas stehenden Organismus ausüben.
Wir werden sehen, welchen Einfluss das Höhenklima.und welchen das Thermalbad hat, und es wird uns sehrverständlich erscheinen, dass ausser den specifischen Eigen-schaften der Therme auch in jenem Verhältnisse die Er-kläruug der oft staunenswerten. Erfolge gegeben ist.
Wir haben bereits früher die Eigenschaften desHöhenklimas angeführt. In Folge des verminder-ten Luftdruckes und der grösseren.der grösseren Insolation wirddie Hautthätigkeit angeregt, die Nerven und Blutgefässeder Haut werden, da der Blutzufluss erhöht ist, besser er-nährt, somit wird die Widerstandsfähigkeit der Haut er-höht, und die Neigung zu Erkältungen vermindert. DieFeuchtigkeitsabgabe der Haut und mit ihr die Abgabe derVerbrennungsproducte des Organismus wird gesteigert.Auch sehen wir des öfteren, besonders in den ersten Tagendes Aufenthaltes im Höhenklima mehr weniger, je nachder Individualität des Einzelnen, einen eclatant wahrnehm-baren Einfluss des verminderten Luftdruckes auf die Herz-action, welche beschleunigter wird. Doch accommodierensich Herz und Blutgefässe bald.
Teils durch den geringeren Luftdruck, aber auch inFolge der geringeren relativen Feuchtigkeit der Luft istdie Wasserausscheidung durch die Lungen ebenfalls erhöht,die Oxydation des Blutes reger, und hieraus resultiert eineVermehrung des Athems.
Man will in neuerer Zeit die durch den Einfluss desHöhenklimas nachgewiesene Vermehrung der roten Blut-körperchen eben auf die angeführte erhöhte Wasserabgabezurückführen, wodurchwodurch das Blut concentrierter würde.Auch erklärt sich durch diese Annahme das oft zu beob-achtende Wasseraufnahme- Bedürfniss des Organismus, wobeider Harn trotzdem nicht vermehrt, eher concentrierter er-scheint.