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Bad Gastein / nach den neuesten Hilfquellen bearb. von Carl Gager
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Badekur, Trinkkur, Indicationen.

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tralen und peripheren Lähmungen, Neuralgien muss manrelativ kühl baden; doch lässt sich keine specielle Regelaufstellen, da jeder einzelne Fall seine besonderen Indica-tionen hat; ist doch die Leistungsfähigkeit der einzelnenNerven, die Energie des Nervensystems, die Kraft desHerzens, die Textur der Blutgefässwandung bei ein undderselben Krankheit oft grundverschieden. Also auch hierkommt es auf das Individualisieren an.

Zu perhorrescieren ist es, wenn bei Nervenerkran-kungen, insbesondere bei Neurasthenie und Hysterie, zuheisse und langdauernde Bäder angewendet werden. DieTemperaturgrenzen liegen hier zwischen 22-270 R.; nurausnahmsweise werden bei Neuritiden höhere Temperaturenihre Berechtigung haben.

Ich brauche nur die Tabes anzuführen, bei welcherman mit hochtemperierten Bädern immensen Schaden an-richtet. Der Tabiker ist hochempfindlich für äussere Reiz-einwirkungen; das subjective Befinden des Tabikers ist derMaassstab zur Bestimmung der Badetemperatur.

Was die Badekur bei Herzkranken anbelangt, mussbetont werden, dass nur solche Krankheiten des Herzenssich zur Badekur eignen, bei welchen die Herzmuskelkraftnicht zu sehr gesunken ist und keine Zeichen der Herz-insufficienz, also keine wesentliche Compensationsstörungenvorhanden sind und das Allgemeinbefinden ein gutes ist.

Den Beginn der Incompensation bildet jene Aenderungder Circulationsverhältnisse, bei welcher der Mitteldruckin den Arterien und in der Folge der Mittelwert der Strom-geschwindigkeit abnimmt.

Eine Hauptaufgabe bildet es also, die Stromgeschwin-digkeit des Blutkreislaufes durch richtig angewandtes Badzu regulieren.

Im Allgemeinen werden bei Herzkranken die relativkühleren Bäder( 24-270 R.) angewendet, weil das kühlere