Badekur, Trinkkur, Indicationen.
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und übt einen nicht unbedeutenden exosmotischen Einflussaus; es eignet sich also zur Trinkkur besonders in solchenFällen, wo es sich darum handelt, den Organismus durch-zuspülen, auszulaugen.
Die diuretische Kraft desselben ist gross; die Harn-absonderung wird auffallend erhöht und mit ihr die Aus-scheidung des Harnstoffes, Chlornatriums, der Phosphor-und Schwefelsäureverbindungen.
Durch das Trinken des warmen Thermalwassers trittverminderte Gefässspannung auf, es wird eine Tonnusabnahmedes vasomotorischen Centrums hervorgerufen.
Das warme Thermalwasser wirkt sowohl durch ther-mische Reizung des Magens reflektorisch auf jene Faserndes Nervus vagus , welche die Herzthätigkeit verlangsamen,als auch reizmildernd auf die Schleimhäute der ersten Luft-wege und des Magens, sowie des Darmes ein. Die Gallen-absonderung und die Thätigkeit der für die Verdauung sowichtigen Bauchspeicheldrüse( Pankreas) wird durch das
Thermalwassertrinken erhöht.
Es ergibt sich hieraus, dass man bei all' jenen Krank-heiten, in welchen es sich um die Erhöhung der Nieren-thätigkeit oder Entfernung der Verbrennungsproducte, umdie Erhöhung der Gallenabsonderung und der Pankreas-thätigkeit und um die günstige Beeinflussung der Schleim-häute handelt, die Trinkkur anwenden kann. Solche Krank-heiten sind: die der Harnorgane( Blasen-, Nierenkelch-,Nierenerkrankungen), des Magens und des Darmes( Neu-rosen und katarrhalische Zustände), weiter der Diabetes melli-tus( Zuckerkrankheit), akute und chronische Katarrhe desRachens, Kehlkopfes, der Luftröhre.
Besonderen Vorzug verdient die Trinkkur bei harn-saurer Diathese, bei Neigung zu Sand- und Griesbildung.Auch ist eine Durchspülung des Organismus bei chronischenMetallvergiftungen( Quecksilber, Blei) indiciert.