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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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417
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und zu Gute gemacht werden ſolen. 417

Erklarung.

Dieſes Einſieden des Arauns nun, bedarf keiner Suezauge, wie man bey dem Vltriol- und Salpeter Siedenbendthiget iſt; ſondern ce wird dieſe Solution, wenn fte ziem-lich eingekocht, und man durch die Probe(Dali in ihr zu verſpuͤren hat, mit einem Pracipitat von Ulrin niedergeſchlagen,davon ſich denn der Alaun zu Boden ſetzet, und als ein be-ſonderes Salz, in dieſem ihrem Conzario anzuſchießen pieget. Es muß aber yi dieſer Arbeit der Licini von denen Alaun⸗Arbeitern, und wer daſeibſt zu thun hat, in beſondern Sàiaufgeſammlet, eine Zeitlang putrinciret, und dadurch kräftig,und wirkend gemacht werden; welches(ub nus, ais eineSache der Nothwendigkeit, an ſelchem Orte gar wohl thunund aufſammien läßt. Sellte nun dieſem Salze an ſeinerweißen Farbe etwas abgehen, und ſich dieſeide mit einer Ne.ven-⸗Vergart vermiſchen; ſo ſoll man wiſſen, daß ein ſolchesmit nichts onders, ais mit einer Vitriol. Art geſchegen mag:denn dieſer hat nur cinzig und allen, met dem aun, die Ei-genſchaft, ihren aut feieinien Kôrper- in 65. ue durch.ſcheinenden Vaſtars, darzuſtcleen, und ſich auf dieſe Weiſe.mit dem Alaun zu vermiftgen: ese andere nunerallſchen vvden präcipitiren und ſcheiden fib fitit davon ab. Salpeterund gemein Salz findet ſich hierber nicht leichtlich en; weildurch dieſes Alauns Wefentzeit ſchon bewieſen wird, wozudieſelbe Gegend ihre Satzes-Kcaͤfte angewendet hat: undwo dicſes ſteinhartige alauniſche Weſen regieret, wag keinSalpeter aufkommen. ö

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II. Thel.