Salz (schleimsames). rzz
den war, setzte er die Destillation fort, bis dieMischung eine gelbe Farbe hatte. Da sich nacheinigen Tagen in der Flüssigkeit keine Krystallezeigten, setzte er noch 8 Unzen Salpetersäure zu,erneuerte die Destillation und fuhr damit so langefort, bis die gelbe Farbe, welche beim Zugießender Salpetersäure verschwunden war, wieder zumVorschein kam, die in der Retorte befindliche Flüs-sigkeit enthielt ein weißes Pulver, und als siekalt wurde, war sie ganz dick. Sie wurde mitWasser verdünnt und filtrirt, wo dann das weißePulver auf dem Filtrum zurück blieb, welchesausgewaschen und getrocknet 7 k Drachme wog.
Dieses Pulver erhielt von den, Th. 90 , S. 366genannten Chemikern den Namen Milchzucker-säure, weil es bei der Untersuchung sich ganzwie eine Säure verhielt und sich auch von denbekannten Säuren in ihren Eigenschaften unterschied.
Uebergießt man einen Theil Tragantgummroder eine andere Art Gummi in einer Retortemit zwei Theilen Salpetersäure, erwärmt dann dieMischung bis etwas Salpetergaö und kohlensau-res Gas übergeht und läßt sie dann kalt werden, soscheidet sich ein weißes Pulver aus, welches, wennes durch das Filtrum geschieden und ausgewaschenwird, sich von der aus dem Milchzucker erhaltenenSäure nicht unterscheidet. Da die Gummiartenbei der Behandlung mit Salpetersäure die Säuregleichfalls und in so reichlicher Menge geben, sohatFourcroy dieselbe Schleimsäurr genannt.
Berthollet erklärt sich gegen diese vonFourcroy gewählte Benennung der Milchzucker-säure. Seche Gründe sind folgende: Weit dieGummiarten nicht ausschließend diese Spure lie-fern, indem der Milchzucker offenbar eine zuckersartige Substanz ist; weil ferner nicht alle Gum-
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