Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
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Salz (schmelzb. Harn-). Salz (Schnee-). 139

schwacher Schwefelsäure. Es ging eine fast weiße,wenig gefärbte Flüssigkeit über, die einen entschie-denen Essiggeruch hatte und, mit Kali gesättiget,essigsaures Kali gab. Die Farbe dieses Salzeshatte zwar eine schmutzig graue Farbe, lösete mandasselbe aber noch einmal auf und filtrirte es durchKohlenpulver, so blieb daö die Farbe verursachendeOel zurück und es wurde ein ungefärbtes Salzerhalten. Entband man aus diesem Salze aufsNeue durch Schwefelsäure die Säure, so war sieungleich reiner und von reiner Essigsaure nichtverschieden. Diesen Versuchen zu Folge erklärtendie eben genannten Chemisten die brandige Schleim-säure für Essigsäure/ die mit. empyreumatischemKali verbunden ist, das bei Zerlegung der ange-führten Substanzen durch Feuer zugleich mit derEssigsäure gebildet wurde.

Auch durch Synchesis suchten sie ihre Be-hauptung zu bewähren. Sie destillirten Essigsäuremit dem aus Gummi erhaltenen empyreumatischenOele und fanden sie, nachdem die Mischung mit Was-ser verdünnt worden war, der brandigen Schleim-säure völlig gleich; auch wenn Essigsäure mit eini-gen Tropfen des empyreumatischen Oeleö geschüt-telt wurde, erhielt sie die Eigenschaften jener Säure.

Gren's syst. Handbuch der Chemie, 3te Aufl. uterBd., S. 16.

Westrumb, in seinen kleinen phys. chcm. Abhandlun-gen, 2ter Bd., istes Heft, S. 3So u. f.

Fourcroy und Vauquelin, <te (Limie, 1.

XXXV, p. i6i et suiv. (übersetzt in Tromms-dorff's Journal der Pharmacie, gter Bd.^ S.269 u. f.

Klaproth und Wolfs, chemisches Wörterbuch, 4terBd., S. 602 u. f.

Salz (schmelzbares Harn«), s. Th. i33, S. Sun.— (Schnee-), s. Th. 66, S. 162.

Salz