Salz (Zink-). 365
Niederschlag zu Boden, welcher klebrig ist undsich ziehen läßt.
Wird die schweflichtsaure Zinkauflösung derLuft ausgesetzt, so erhält sie die Consistenz desHonigs, es schießen in ihr vierseitige, nadelförmige,prismatische Krystalle an, welche sich in vierseitige,sehr spitze Pyramiden endigen. An der Luft wer-den diese Krystalle weiß und beschlagen mit einem,weißen, im Wasser unauflöslichen Staube. Vordem Löthrohre bläht sich dieses Salz auf, verbrei-tet ein lebhaftes glänzendes Licht, wie brennendenZink, und erhebt sich in baumartigen Auswüchsenoder kleinen Erhöhungen, auf welche eine großeMenge anderer kleiner Erhöhungen aufgesetzt sind.
Alkohol löset von dieser Verbindung einenTheil auf. Schüttet man in die AuflösungS,chwefelsäure, so entweicht schweflichtsaures Gasund es wird Schwefel abgeschieden. Aus demnicht aufgelöseten Rückstände entweicht gleichfalls,wenn er mit Schwefelsäure übergössen wird, gas-förmige schwefiichte Säure; es scheidet sich aberkein Schwefel ab. Unterwirft man diese Verbin-dung der Destillation, so erhält man Wasser,schwefiichte Säure, Schwefelsäure und sublimirtmSchwefel.
Nach dem angegebenen Verhalten, ist dasunter den oben angegebenen Umständen erhalteneSalz, als schwefelhaltiger, schweflichtsausrer Zink zu betrachten. Die Bildung diesesSalzes läßt sich folgendermaßen, nach Klaprothund Wolff, erklären: Während der Auflösungdes Zinks wird sowohl ein Theil des Wassers,als der schweflichten Säure zersetzt; der Sauer-stoff beider verbindet sich mit dem Metalle, derWasserstoff entweicht hingegen, mit einem Theil
Schwefel