Salz (Zitronensäure-).
404
Kalk verwendet wurde, leicht finden, wie viel manüberhaupt werde concentrirte Schwefelsäure an-wenden müssen, welche man dann mit sechs bisacht Theilen Wasser verdünnt, und damit das Zi-tronensäure Bley digerirt. Die Schwefelsaureverbindet sich mit dem Bleyopid zu schwefelsau-rem Bley, während die Zitronensäure in die Flüs-sigkeit bleibt, und durch Verdunsten derselben zumKrystallifiren gebracht werden kann.
Brugnatelli schied durch Alkohol denSchleim aus dem Zitronensäfte, trennte bei mäßi-ger Wärme von der filtrirten Flüssigkeit den Al-kohol und brachte die gehörig verdunstete Flüssig-keit, welche die Zitronensäure enthielt, zum Kry-stallisi'ren.
Westrumb, welcher Scheele's Versuchenacharbeitete, brauchte zur Sättigung 4 Pfund frisch-gepreßten und durch vielfaches Löschpapier geseif-ten Zitronensaftes 6 Loth reine kohlensaure Kalk-erde oder Kreide, und erhielt an ungefärbtem,zitronensaurem Kalksalze fast 5 Unzen und i Quent-chen, und schied aus solchem, vermittelst s3 Quent-chen mit 3o Unzen Wasser verdünnter, gereinigterenglischer Schwefelsäure oder Vitriolöl, 2 ^ Unzekrystallisiere Zitronensäure, der ein nochmaliges Auf-lösen mit wenig Wasser und wiederholtes Anschie-ßen, mit Verlust eines Quentchens am Gewichte,mehrere Weiße ertheilte. Auch bemerkte Scheele,daß gährender, schimmelnder, ja sogar mit Essig-oder Schwefelsäure versetzter Zitronensaft dennochauf die angezeigte Weise eine reine krystallisirteSäure gab.
In England wird die krystallisirte Zitronen-säure Pfundweise verkauft. Man soll daselbst aufio Pfund zugesetzte Kreide 9 Pfund concentrirte
Schrve-