Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
483
JPEG-Download
 

/

Salzather: 48 z

er die mit einander vereinigten Dünste der Salz-säure und des Weingeistes aus der Vorlage durcheine Rohre in den Weingeist, der in einer Flascheenthalten ist, und die auch hier noch nicht ganzverdichteten Dünste auö derselben in eine anderemit Weingeist gefüllte Flasche leitete, hierauf diein beiden Flaschen und in der Vorlage enthalteneFlüssigkeit über gelöschten Kalk abzog und cotzibirte;erhielt hierbei einen sehr feinen uns durchdrin-genden Aether, der von aller Säure frei, mit Was-ser vermischt, sich dennoch erhitzte. Dieses W ou lfi-sch e Verfahren ist aber wohl nur die Ausführungeines nachher von Macquer gethanen Vorschla-ges, das salzsaure GaS in Weingeist aufzufangen;so wie aber auch dieser Vorschlag von Corvinusohne Nutzen in Ausübung gebracht worden ist,so konnte auch Westrumb bei Befolgung desWoulf'schen Verfahrens nicht mehr, als eineversüßte Salzsaure erhalten.

Bosse befolgte ein von Maots angegebe-nes von ihm aber verbessertes Verfahren, welchesin folgendem besteht: In einem engen, mit einerleicht zu verschließenden Oeffnung versehenen Kol-ben macht man eine Mischung aus gleichen Thei-len Alkohol, dessen specifisches Gewicht 0,800 ist,und Schwefelsäure von 1,910 spec. Gewicht. DieSäure wird nach und nach in kleinen Antheilenzugeschüttet, um die Erhitzung des Alkohols zu ver-hindern. Nach jedesmaligem Zugießen der Säurewird die Oeffnung des Kolbens mit einem Korkeverschlossen, um die Feuchtigkeit der Luft ab-zuhalten.

Nachdem diese Mischung angefertiget worden,wird damit ein derselben gleiches Gewicht Koch-salz, das eine Stunde in einem lebhaften Feuer

Hh 2 im