Salzäther.
im Fluß erhalten und hierauf in einem erwärmtenMörser zu einem mäßig feinen Pulver gestoßenworden, in einer trockenen, geräumigen Retorteübergössen. Man legt eine tubulirte, oder miteiner Sicherheitsröhre versehene Vorlage an, umder entweichenden gasförmigen Salzsäure einenAusweg zu verschaffen. Die Fugen webden dannsorgfältig mit einem Kitt aus Käse und Kalk ver-klebt. Nach Beendigung dieser Vorrichtungen wer-den, bei einem gelinden Feuer aus einem Sand-bade, das nur auf 6c> Grad Reaum. erwärmt,werddn darf, von einer Mischung, die aus 2 PfundSchwefelsäure, eben so viel Alkohol und 4 PfundKochsalz gemacht worden, 4 Pfund Flüssigkeit über-gezogen. Diese werden nach dem Erkalten derRetorte auf den Inhalt derselben zurückgegoffen.Man bringt hierauf 10 Unzen Wasser in die Vor-lage und destillirt bei der oben beschriebenen Vor-richtung 16 bis 18 Unzen Flüssigkeit bei einerTemperatur von etwa 5 o Grad Reaum. über.Das Destillat wird hierauf schnell .abgenommen,und der Aerher, welcher 5 bis 6 Unzen an Ge-wicht betragen wird, vermittelst eines Scheidetrich-ters behutsam geschieden. Durch einen geringenZusatz von Ammonium nimmt man die anhängendeSalzsäure hinweg. Der hierdurch gewonnene Ae-ther besitzt nun folgende Eigenschaften:
Er ist äußerst flüchtig, ja flüchtiger, als jedeandere Aetherart, und hat ein specifisches Gewichtvon 0,820. Bei einer Temperatur von 10 GradReaum. bemerkt man in einem offenen Gefäßeeine große Menge feiner, schnell sich entwickelnderDunstbläschen; bei einer Temperatur von i-ö bis16 Grad haben diese Blasen ein ungleich größeresVolumen, — Sein Geruch und Geschmack sind