Salzquelle. 66z
Der einzige Fehler, den dieses Werk hat, istder Mangel an Aufschlagwaffer. Das wenige,was vorhanden ist, kommt aus der Tiefe, nahe beidem Soolenbrunnen, und läuft auf ein 3 o Fußhohes Wasserrad, etwas über die halbe Höhe.Man Hat diesen Mangel durch eine Windmühlezu ersetzen gesucht, allein nicht mit dem besten Er-folg; denn man muß big jetzt mit einer Soolevon 22 bis 24 Grad zufrieden seyn. Sie läuftdurch ihren eigenen Fall nach dem Gradirhause,welches in drei Fälle von ioo, 200 und 3 oo Fußeingetheilt ist; da dann die schwächste Soole durchZoo und die schon verstärkte durch ioo Fuß fällt.Von da stießt die gradirte Soole durch den na-türlichen Fall nach dem Behältniß, woraus sie,nach Bedürfniß, nach dem Sovlenempfänger undaus diesem in die Kochen geleitet wird.
Gesotten wird beständig in vier Köchen, ineiner großen, vier mittlern und zwei kleinern eiser-nen Pfannen. Man feuert mit Steinkohlen ausdem Fürstlichen Steinkohlenwerke, welches 2^ Stun-den entfernt ist. Ehemals wurden 80 RingelKohlen, dessen kubischer Inhalt 6160 Zoll ist, er-fordert, um aus der Brunnensoole 120 HuntenSalz zu sieden; jetzt sind nur 35 bis 36 Ringelnöthig, um eben so viel Salz aus der auf 22 Gradverstärkten Soole zu erhalten. Das Anschießendes Salzes verlangt jetzt mehr Zeit und Kohlenals vorher, sonst würde die Ersparung noch -grö-ßer seyn.
Vor Errichtung der Gradirwerke ward Blutzum Abschäumen gebraucht, aber jetzt, da dieErde an den Dornen und in den Röhren abge.setzt wird, ist das Abschäumen nicht weiter nöthig.
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