Salzquelle.
686
fchaftliche Sieden in 7 sehr großen Pfannen unddie Vercheilung der Ausbeute nach den Interes-senten zu gleichen Theilen ein, wobei es auch ge-blieben ist. Die Salzsoole ist 6^löthig und wirddurch Gradirrverke zu 16 und 18 Loth, auchwohl noch höher gebracht. Das Sieden geschiehtmit Reisig oder Faschinenholz und, alles Salz,das in Soest und der Börde benöthigte ausge-nommen, wird außerhalb Landes abgesetzt; alleindie Soester Einwohner und in der Börde erhal-ten es um H wohlfeiler, als Fremde.
An den Landesherr» wird jährlich ein Canonvon 5 s Malter Salz nach dem Preise, welchenes auf Margarethentag hat, entrichtet. >
Zur Erhaltung guter Ordnung und Aufrecht-Haltung der Freiheiten haben die Salzbeerbtenvon den ältesten Zeiten her gewisse Statuten undGewohnheiten unter sich festgesetzt, welche sie1692 umarbeiteten und den Zeitumständen mehranpaßten. Diese neueren Statuten vorn istenJunius 1690, enthalten 24 Artikel und sind vonü 5 Salzbeerbten unterschrieben, unterm 22stmFebruar 1692 zu Potsdam von Churfürst Frie-drich dem Dritten confirmirt worden. Im Jahre1694 erhielten die Salzbeerbten durch ein Pa-tent die Zusi'cherung, daß sie xrnevis causaoenAnitions von allen bis dahin anö Salzwerkgemachten Ansprächen zu ewigen Zeiten freige-sprochen wurden.
Schmalkalden, in der Grafschaft Henne-berg. Die Entstehung dieses Salzwerkes falltnach Schuttes diplomatischer Geschichte des gräf-lichen Hauses Henneberg in die Regierung Wil-helms des 4 ten Grafen zu Henneberg, also indie Mitte des löten Jahrhunderts.