Salzquelle. 729
die erste große Scheiben - und die zweite Wind-kunst gewältiget wird. Ueber dem neuen Haupt-soolbrunnen Nr. 3 ist 4) ein noch größerer kegel-förmiger massiver Kunstmühlenthurm aufgeführt,der die Soole aus diesem Brunnen in den hierzuangelegten großen Behälter hebt. -Dicht danebenbefindet sich 5) die sogenannte Hauptscheibekunstzu 8 bis g Pferden, welche mit ihrem Pumpen-werke die Soole gleichfalls in den vorgedachtenBehälter hebt. Diese und noch verschiedene an-dere Gebäude sind mit einer Mauer umgeben undwerden zusammen der Kunsthof genannt.
Die aus dem Brunnen gehobene Soole fließtaus ihren Behältern durch die unter der Erde an-gelegten Rohrenstrecken bis zu den Gradirhäusern.Diese Gradirhäuser sind 5oo Rheinl. Ruthen langund 35 bis 45 Fuß hoch, so daß sie in Hin-sicht der Höhe alle andere bekannte Gradirwerkeübertreffen sollen.
In diesen Gradirgebäuden liegen die großenSoolenbehälter, worin theils die rohe, theils dieschon etwas gradirte und die siedwürdige Soole inverschiedenen Abtheilungen aufbewahrt wird. Manhat diese Behälter mit wasserdichtem Thone unddurch Erdwälle befestiget, um nicht nur den Ver-lust der Soole vorzubeugen, sondern sie auch selbstgegen die Fäulniß zu verwahren. Auf diese folgendie Unterbassinö zur Aufnahme der rohen und zumEmpfange der weiteren Fortleitung der schon gra-dirten Soole, worüber die untern, theils doppelten,theils dreifachen Hauptdornwände stehen. Ueberdiesen liegt auf dem großen Hauptgebäude daskleinere Mittelbassin, über welchem im Dache theilseinfache, theils doppelte Dornwände sich befinden,worauf das obere Bassin ruht und den Beschluß
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