Band 
Hundert und fünf und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salyquellenanyeige bis Samzde enth
Seite
27
JPEG-Download
 

2 ?

Salzsäure.

tu* zu verändern, in der Verbindung, eydlich wird einTheil von dieser letzten Säure durch die Einwirkungder alkalischen Basis zersetzt und läßt seinen Sauer-stoff fahren, welcher als Gas entweicht.

Bringt man gasförmige oxidirte Salzsäure mitSalpetergas überQuecksilber und sehr wenigem Was-ser in Berührung, so kann das Salpetergaö, unab-hängig vom Wasser, auf den von der Salzsäure nurschwach zurückgehaltenen Sauerstoffwirken, die oxi-dirte Salzsäure wird zerstört und es erzeugen sichrothe Dämpfe von salpetrichter Säure. Macht manhingegen die Mischung über einer hinreichenden MengeWasser, so löset sich in diesem sowohl die dunstförmigeSalpetersäure, als die Salzsäure auf, und es wird sal-petrichte Salzsäure gebildet. Humboldt behauptet,daß die oxidirte Salzsäure, welche das Salpetergasabsorbirt, das Stickgas abscheide, welches er demsel-ben indem Verhältniß wie i 4 zu 100 beigemischtglaubte; stellte man aber den Versuch mit der nöthi-gen Sorgfalt an, so wird Alles, bis auf einen Rück-stand, der kaum beträgt, absorbirt. Hieraus ge-wahrt man, daß das Stickgas nicht als isolirte Sub-stanz im Salpetergaö enthalten sey, wofern nur diesesmit der nöthigen Sorgfalt bereitet wurde.

Die schweflichten und phosphorichten Säurenwerden von der oxidirten Salzsäure in Schwefel-und Phosphorsäure verwandelt.

Vertheilet suchte durch folgendes Verfahrendas' Verhältniß der Bestandtheile in der oxidirtenSalzsäure zu bestimmen. Er setzte ein bestimmtesVolumen derselben der Einwirkung des Lichtes ausund sammelte das sich entwickelnde Sauerstoffgas;dann fällte er die in der Flüssigkeit befindliche Salz-säure durch salpetersaures Silber und berechnete ausdem Gewichte des Niederschlages die Menge derSalzsäure. Dem gemäß glaubte er festsetzen zu kön-