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Feierlichkeiten und! äußere Bestätigungsmerkmalehinzu; auch mußten sie in Gegenwart von Zeugenabgefaßt werden.
Die Aechtheit einer Urkunde laßt sich durchäußere und innere Gründe prüfen; die ersteren wer-den von der Beschaffenheit der gegebenen Urkundehergenommen, und nur auf sie nimmt die Diplom»tik Rücksicht. Die innern Gründe giebt der größereoder geringere Scharfsinn, die höhere oder geringereCombinationsgabe des Beurtheilers, und sie werdenvon der Beschaffenheit der Sprache, den Zeitverhält-nisten und andern Umstanden entlehnt. Die Prü-fung einer Urkunde nach innern Gründen ist also nureigentlich ein Act der historischen Kritik überhaupt,die erforderliche Sprachkennmiß in dem ganzen De-tail, das zur Prüfung von Denkmälern, die in ver-alteten Mundarten oder ganz eigenthümlichen Sprach-formen abgefaßt sind, nothwendig ist; alle chrono-logischen und historischen Notizen werden voraus-gesetzt.
Man zählte auch zu den Urkunden die Lehnt»fe ln auf Salzwerken. So z. B. besteht die Lehn-tafel zu Halle an der Saale aus drei Büchernin Folio von Linvenblättern, die mit schwarzemWachs überzogen sind. Die acht Blätter hangenam Rücken zum Aufschlagen in ledernen Riemen.Die Eigenthümer der Kochen sind in das Wachsumgegraben, welches aus einem Gemisch von Wachs,dickgekochtem Leinöl, Bockstalg und Rahm oderRuß besteht und mit Oel und Corduan blank ge-macht wird. Im ersten Buche liest man die Thal-güter der deutschen Brunnen an Quart, Nößel undPfannen, die Güter des Fürsten, des Stadtraths,der Bürger, der Geistlichen. Alle Jahr wurde dieLehNtafel von dem Amtmanne zu Gibichenstein aufKöniglichem Befehl, den Tag vor Lucia, öffentlich