Same.
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Klagen über schleckten Samen rühren bloß daher,weil diejenigen, die sie führen, ihre Felder oder Gär-ten nicht nach Grundsätzen, sondern ohne Nachden-ken behandeln.
Wie oft hört man nicht sagen: der Same isinicht aufgegangen, und bei Andern, die von demsel-ben Samen ausgesäet haben, isi kein Korn zurückge-blieben. Sollten nun Erstere bloß die tauben undLetzte e die gutenKöcner allein erhalten haben? Die-ses ist nicht nur unwahrscheinlich, sondern ganz un-möglich, wenn nämlich der Same, als gut und ächt,von einem Vorrath genommen wird. Erstere habenihn vielleicht schon vor dem Aussäen verderben lassen,indem sie ihn lange an einem untauglichen, feuchten,dumpfen Ort aufbewahrt haben, oder durch Einqucl-' len, welches manche Sämereyen nicht vertragen kön-nen, besonders wenn diese Prozedur zu lange ge-schieht, oder wenn der aufgequellte Same in derErde nicht die nöthige Feuchtigkeit erhält. Fernerwird der Same oft zur Unzeit und in ein untaugli-ches Land, auch wohl zu tief gesäet, daß er unmög-lich aufgehen kann. Wer zum Beispiel Majoransa-men in ein schweres Land säen und einige Zoll hochmit Erde bedecken wollte, der würde von einem Cent-ner des besten Samens wohl keine Pflanze zu sehenbekommen. Oft wissen auch Viele, aus Mangelan Erfahrung oder vielmehr an Beobachtung nicht,wie lange dieser oder jener Same Zeit haben muß,ehe er aufgeht. Manche, ja oft sehr kleine Samen,wie Sellerie-, Petersilien- und Aurikelsamen, be-sonders der letzte und kleinste unter diesen angeführtenArten, liegen viele Wochen, ehe sie aufgehen, wiedenn auch manche, wenn sie etwas alt sind, oder dieWitterung nicht recht günstig ist, oft im zweitenJahre erst hervorkommen, welches bei gewissen Sor-ten, besonders den Bäumen, immer der Fall ist.
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