268 Same.
das Geld geben, als eine darüber ausgestellte Hand-schrift überall vorzeigen zu lassen; auch geben sie dannwohl, wenn sie bemerken, daß es mit dem auf Probe-nehmen Ernst ist, guten Samen oder vielmehr dierechte Sorte, die sie ebenfalls bei sich führen, umstch hier zu sichern.
Ein Same, der bei gehöriger Behandlungzwar Früchte von der Art liefert, wie man sie vonihm erwartet, die aber dennoch, ohne durch schlechteWitterung oder andere widrige Zufälle Schaden ge-nommen zu haben, ihre rechte Güte und Vollkom-menheit nicht erlangen, ist nicht für ächt zu erklären.Es giebt den sichersten Beweis, daß der, welcherihn gezogen, aus Unwissenheit oder Nachlässigkeit,Fehler bei seiner Erziehung begangen hat. !
Der erste Fehler, welcher beim Samenerziehm !begangen wird, ist der, daß man nicht die allervoll-kommensten Pflanzen zur Samenzucht erwählt unddaher aus dem davon erhaltenen Samen auch keinevollkommene und gute Früchte erwarten kann. DieErfahrung bestätiget es noch täglich, daß der Samevon lockerem Sallat und weißen Kohlköpfen wiederlockere Köpfe hervorbringt, und daß von solchen, diein der Farbe etwas abgewichen sind, viele wiederausfallen, die noch mehr davon abweichen. Wähltman nun solche dazu, die nur kleine Köpfe gehabthaben, oder, wie es beim Sallat öfters zu geschehenpflegt, daß der Same von solchen Stauden genom-men wird, die, ohne sich zu schließen, in Samen-stänqel getrieben haben, so ist der Erfolg, daß, allerWartung und Pflege ungeachtet, wieder dergleichenuntaugliche Gewächse erbauet werden. Mit demKohlrabi unter und über der Erde werden eben der- !gleicken Fehler begangen. Statt daß die größten,die die gehörige Form haben, zum Samentragen be-stimmt und sorgfältig verwahrt werden sollten, nimmt
man