Same.
Gartens Rücksicht nehmen, weil im'platten ebenenLande jede Frucht am zeitigsten zu reifen anfängt,auf den Abhängen und am Fuße der Gebirge ge-schieht dies hingegen etwas später, und an hohen Gc- -biegen am allerspätesien, ja oft gar nicht; daher istes in dergleichen kalten Gegenden viel besser, die iSamenerziehung ganz aufzugeben, weil der Bodenmit eßbaren Küchengartengewächsen weit besser be-nutzt werden kann.
Drittens wird sogar auf einer und eben dersel-ben Samenpflanze, z. B. von einer Kohlstaude,Mohre, Mohnpflanze rc. der Same nicht alle zueiner Zeit zu reifen anfangen, sondern die samen-tragenden Zweige, welche zuerst geblühet haben, wer-den auch zuerst reisen. Daher muß der Gartenwirthseinen Samen nicht alle nach dem zuerst reifgewor-denen abschneiden; aber auch nicht alle auf denStanzet sitzen lassen wollen, bis der zuletzt verblärhere auch reif geworden wäre, weil er in beiden Fäl-len schlechten Samen erhalten würde. Jeder Stän-de?, der die Farbe der Reife des Samens erhaltenhat, wird sogleich abgeschnitten; denn iMjKüchen-gartenbau läßt sich dieses bei einer ganz geringenThätigkeit auch bei dem stärksten Samenbau anweiuden; nur beim Getreidebau geht es nicht am Wenndemnach jeder zeitig oder fast reif gewordene Sa-menstängel jedesmal in trockener Witterung, nachabgitrccknetem Thaue aufgezogen oder abgeschnittenworden ist, so muß man
i) Diese St ' ngel in kleine Bändel gebunden,g-mz trocken unter ein luftiges durch die Sonnensrrah-Irn erwänntcS Dach zum völligen Nachreifen bringenund aushängen; denn sind die Bündel naß, so erhitzensich die über - und aneinander liegenden Samenkörnerund gehen in Faulniß über; liegen sie hingegen aufdemBoden, so werden sie noch vor dem Auödreschen oft