Same.
295
von den Mausen gefressen. Wenn daher abhaltendenasse Witterung eintritt, und man kann die Samen-stängel nicht länger stehen lassen, so müssen dann dieBändel unter dem Dache aufgebunden, oft umge-wandt und zum völligen Austrocknen in die Sonnegelegt werden, weil sonst aller Same verdirbt.
2 ) Nur der mit Stängeln, Schoten, oder Sa-menkapseln ganz vollkommen trocken gewordene Sa-me muß entweder an recht warmen, trocknen, oderrecht kalten Tagen, theils abgerieben, z. B. Carot-tensamen rc., theils abgeklopft, z. B. Beete rc., theilsauögedroschen, z. B. Kohlarten, Bohnen rc, werden;denn die kleinen Samenarken, z. B. rothe Rüben,Kresse, Mohren rc., lassen sich bei feuchter Witte-rung entweder gar nicht, oder doch nur mit der größ-ten Mühe aus ihren Samenkapseln bringen. DasAusklopfen und Ausdrefchen des Samens darf kei-nesweges auf einem harten Fußboden in einzelnenStängeln, sondern es muß auf einem untergelegtengroben, leinenen, dichten Tuch Bündelweise geschehen,damit die runden und andern kleinen Samenkörnertheils nicht platt, theils nicht ganz zerschlagen wer-den, theils sich auch nicht verlaufen können. Ueber-haupt muß während des Ausdreschens der Steckenoder kleine Dreschflegel niemals den Fußboden, son-dern bloß die Zweige der Stängel berühren, die manBündelweise mit der linken Hand festhält und wäh-rend des Dreschens oft umwendet, damit ein jederStangel von dem Stecken getroffen wird.
Die ausgedroschenen Samen müssen dann zuerstdurch das Schwingen in einer hölzernen Mulde ausdem Gröbsten von Hälsen und Staube gesäubert,dann aber durch das Sieben in einem feinen Siebevöllig vom Staube gereiniget werden, weil der anden Samenkörnern, besonders an den mit weichenSchalen, z. B. Salat- Kohlsamen rc. bleibende
T 4 Staub