Sawenauöattlmg. Zzg
gericthen besser auf fremdem Boden, als auf dem,worauf sie erzogen worden. Sie geben bei dieserVeränderung folgende Regeln an:
1) Man nehme den Samen von einem nichtzu weit entlegenen Felde, damit er nicht durch einezu merkliche Veränderung des Klimas leide.
2 ) Man nehme ihn von einem kälteren, un-fruchtbarerem und schlechteren Boden, als derjenigeist, den man damit besäen will.
3) Man säe und behandle den Samen so, alses an dem Orte, wo man ihn hernimmt, gebräuchlichist, das ist, man säe ihn früher oder später, nachdeman dem Orte, wo er erzeugt worden, man zu säen ge-wohnt ist.
4) Man ekkundige sich in was für Dünger derfrkmde Same das letzte Jahr gewachsen ist. Daman von der Arbeit einen doppelten Nutzen habenwurde, wenn man außer dem Boden, auch den Dün-ger ändert, so soll man zum Beispiel den Samen,der auf Schaafmisi gewachsen, auf ein mit Kuhmistgedüngtes Land bringen.
Dieser Grundsatz, daß man alle Jahre den Sa-men verändern soll, ist aber nicht allgemein, und dieUrsache, die matt angiebt, daß die Früchte die Ver-änderung liebten und besser auf fremdem Boden ge-rathen, ist lächerlich. Man säe Korn von schlechtemLande auf besseres, so giebt es bessere Frucht, als esauf dem vorigen gegeben haben würde. Hiervonliegt die Ursache aber nicht in der Veränderung desSamens, sondern darin, daß der neue Boden, woraufer gebracht wird, besser, als der vorige ist. Es gehthier, wie in der Viehzucht; denn nimmt man Kälbervon kleiner Art und von magerer Weide auf fetteWeide, so giebt es eine größere Zucht, als die, davonsie gefallen sind, aber nicht weil sie auf einer andern,sondern weil sie auf einer bessern Weide aufgewachsen
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